Antike Uhren

Das Sammelgebiet antiker Uhren zählt zweifellos zu den größten und beliebtesten. Die kaiserliche Hauptstadt Wien war nach der französischen und schweizer Uhrenproduktion im besonderen bei der Fertigung von gewichtsbetriebenen Präzisionsuhren wie Wand und Bodenstanduhren federführend. Die Erzeugnisse der Wiener „Künstler“, wie sich die Meister im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts nannten, bleiben unerreicht. Erstmals wurden Pendeluhren mit Gangdauern von drei Monaten, einem halben Jahr und Jahresgangdauer gefertigt, vereinzelt auch darüber. Die Erzeugnisse österreichischer Meister wurden in die östlichen Provinzen des Reiches und nach Übersee exportiert, die industrielle Fertigung setze um 1830 ein. Die Fabriken der Gebrüde Jeckle in Graz und Suchy in Prag seien als die ersten und einzigen genannt.

Unser Unternehmen hat sich auf den An- und Verkauf antiker Wiener Uhren aus der Donaumonarchie spezialisiert. Der Interessierte findet die bekannten Laterndluhren und Dachluhren in verschiedener technischer Ausführung sowie Gangdauer, Größe und Gehäuseform. Weiteres führen wir Kommoden, Standuhren, Reiseuhren und Taschenuhren des 18. und 19. Jahrhunderts berühmter Meister, wie Philipp Fertbauer, Joseph Binder, Josef Ettel, Caspar Brändl, Anton und Michael Glückstein, Karl Heydt, Peter Götz, Alois Löffler, Johann Sandhaas, Mathias Wibral, Mathaus Ratzenhofer, Philipp Happacher, Jakob Hitzinger, Joseph Jessner, Franz Joseph Dorer, Anton List, Ignaz Marenzeller, Anton Rettich, Caspar Kaufmann und vielen mehr.

Als bekannte öffentliche Sammlungen seien die Uhrensammlung von Franz Sobek, heute Teil der Sammlung des Museums für Angewandte Kunst und die Sammlung von Uhren aus dem 16. und 17. Jahrhundert im Kunsthistorischen Museum Wien, als auch die Bestände des Wien Museums genannt. Namhafte, zum Teil bekannte Österreichische Uhrensammlungen in Privatbesitz ergänzen die Bestände der Wiener Museen.