Möbel

In den 1980er Jahres waren die fein furnierten, ausgearbeiteten Möbel des 18. Jahrhunderts beliebt und der Markt im deutschsprachigen Raum intakt, wir verkauften hunderte große und kleinere barocke Hallenschränke, Kommoden, unterschiedliche Aufsatzmöbel und die bekannten Tabernakelschränke, Schreibmöbel mit Aufsatz und Kommodenteil im Unterteil des Möbels. Später wurden die Wiener Biedermeiermöbel mit ihrer Vielzahl an Formen und Ausführungen in zahlreichen in- und ausländischen Holzarten sehr gefragt und verkauften sich in großer Zahl in Wien aber auch in die USA. Man sprach von „modernem Design“ und die Vielzahl von Biedermeierausstellungen weltweit zeugte davon dass heutiges Design in vielen Fällen auf die Formensprache der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts zurückzuführen ist. Liebhaber der Stilrichtung sammelten Stühle für Esstische, Vitrinen, Schreibmöbel, Salon und Nähtische, Bücherschränke, Blumentische, Gueridons, die raren Globustische und Spucknäpfe in allen einheimischen aber auch importierten Holzarten, beliebt war das Kirschholz aber auch in der Empirezeit ab 1800 verwendete Mahagoniholz das vorerst in Wien dem kaiserlichen Hof vorbehalten war. Gesamteinrichtungen im Biedermeierstil wurden geschaffen und Wohnräume unter Verwendung einheitlicher Furnierarten möbliert.

Der Namen des Möbelfabrikanten Josef Ulrich Danhauser galt als „Trademark“ und wurde vieles seiner Werkstätte, der „k. k. privilegierten Landesfabrik des Joseph Danhauser“ zugeschrieben. Danhauser gründete seine Fabrik im Jahre 1804 auf der Wieden und beschäftige schon bald über einhundert Mitarbeiter die verschiedene Möbel aber auch andere Produkte der biedermeierlichen Wohnkultur fertigten. Die Verarbeitung und Dekorationen unter Verwendung der „Verde antico“ Lüsterfassung ist typisch für die Danhauserschen Produkte und der Wiedererkennungswert sehr hoch. Die Exponate finden sich in Privatsammlungen, aber auch in Museen wie dem Museum für Angewandte Kunst in Wien und dem Szépmüvészeti Muzeum Budapest mit der Außenstelle des Schlosses Nagytétény, dem Nagytétényi Kastélymuzeum, und in amerikanischen Museen wie dem Metropolitan Museum New York und dem Art Institute of Chicago. Österreichisches Kunstgewerbe wurde zusätzlich zu den großen Malern der Jahrhundertwende wie Gustav Klimt und Egon Schiele weltbekannt.