Gemälde
Ölgemälde, Gouachen, Aquarelle, Miniaturen, Porträts
PORTRÄT FERDINANDS VII. VON SPANIEN - Frankreich, um 1830
Signiert (unter dem Rahmen) "Augustin"
Aquarell auf Papier, Boulle-Rahmen
Maße Miniatur: 13,4 x 10 cm; Rahmen: 15 x 21 cm
BILDNIS KAISER JOSEPHS II. (1741-1790) - Österreich, um 1800
Öl auf Metall, 39x26, in einem reichen zeitgenössischen Rahmen mit Glassteinen.
Österreichisches Infanterie-Feldlager in der Lombardei - Mailand 1858
Wilhelm Richter (Wien 1824 – Mödling 1892)
112x140 cm, gerahmt, Öl auf Leinwand
signiert und datiert (unten rechts): "Richter Mailand 1858", verso zeitgenössischer Klebezettel (rechter Rand fehlt) mit handschriflichem Federvermerk: "Wilhelm Richter / gemalt in Mailand 185[8] / österreichisches Friedens-Lager bei So[mma?] / in der Lonbardei"
Das schöne und detailreiche Gemälde zeigt ein friedensmäßiges Feldlager (vermutlich) des k.k. ungarischen Infanterie-Regiments "FZM Franz Graf Gyulay" Nr. 33 zusammen mit Angehörigen anderer Waffengattungen (Ulanen, Artilleristen, Feldjäger). Den Mittelpunkt der Darstellung bildet eine ungarische Zigeunerkapelle, unter deren Zuhörern sich auch ein schwarzafrikanischer (!) Gemeiner des Infanterieregiments (Nr. 33 ?) befindet. Im mittleren Hintergrund ein Oberoffizier der dargestellten Infanterieeinheit im Gespräch mit einem Offizier des Generalstabs.
Das Bild könnte mit einem Werk Richters übereinstimmen, welches im Jahre 1859 in der Jahres-Ausstellung der Kunstakademie zu St. Anna präsentiert und um 235 Gulden feilgeboten wurde (siehe: Wurzbach, Bd.26, p.66). Der von Wurzbach in seinem biographischen Artikel über Wilhelm Richter zitierte Titel des Gemäldes lautet: "Friedenslager bei Somma".
Wilhelm Richter, Bildnis-, Genre und Militärmaler, Schüler an der Akademie der bildenden Künste unter Johann Nepomuk Ender und Leopold Kupelwieser, in den Feldzügen von 1848, 1859, 1864 und 1866 tätig als Schlachtenmaler im k.k. Hauptquartier. Seine auf diesen Kriegsschauplätzen in großer Zahl entstandenen Soldaten- und Schlachtenbilder sind von großer Lebendigkeit geprägt, was Richter bald den Ruf eines hervorragenden Schlachtenmalers, deren es damals nur wenige gab, einbrachte. [...] Bei der häufigen und regelmäßigen Beteiligung an den Ausstellungen zu St. Anna (ab 1838), im österreichischen Kunstverein und an der 3. internationalen Kunstausstellung in Wien (1871) zeigte Richter stets die hohe Qualität seiner schwungvollen Malweise. (ÖBL, p.131).
Literatur:
Österreichisches Biographisches Lexikon, Bd. 9, S.131.
Thieme/Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, Bd. 28, S.302.
Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Bd.2 6, 'S.65f.
Die Wache - Frankreich 1893
Maurice Henri Orange (1868 Ranville – 1916 Paris)
Signiert: “M. Orange 93“
Öl auf Holz, gerahmt
Maße: 34x26 cm
BILDNIS JOSEPHS II. (1741-1790) ALS ERZHERZOG
UMKREIS MARTIN VAN MEYTENS (1695-1770)
Österreich, um 1755 (1765 Ernennung zum Kaiser)
Öl auf Leinwand, 68,5 x 55 cm
MINIATURPORTRÄT EINER JUNGEN DAME - Wien um 1820
Signiert „Daffinger“
Moritz Michael Daffinger (1790 Wien – 1849 Wien)
Aquarell, Deckweiß, auf Elfenbein in vergoldeten Bronzerahmen 9 x 7,5 cm
Moritz Michael Daffinger: Miniaturmaler, später Blumenmaler. Begann seine Ausbildung als Schüler seines Vaters und des Miniaturmalers Johann Weixelbaum, beide in der Kaiserlich-Königlichen Porzellanfabrik als Maler tätig, seit 1802 Schüler Hubert Maurers an der Wiener Akademie, später widmete er sich der Bildnismalerei, besonders der Elfenbeinminiatur und ab den 1840-er Jahren schuf er eine Serie von Pflanzenbildern (heute im Besitz der Wiener Akademie).
Literatur: Heinrich Fuchs, Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts, Wien 1972, K 59.
ANSICHT VON COMO - Italien, 1837/38
Alexander Brodszky (1819 Tóalmas – 1901 Budapest)
Signiert und datiert: „Como fecit Alexandre Brodsky 1837/38“
Öl auf Leinwand, originaler vergoldeter Rahmen, 79,5 x 114,7 cm
Ansicht von Comer See mit Blick auf die Villa Olmo im Vordergrund und die Stadt Como mit dem Dom im Hintergrund.
Der Maler Alexander Brodszky, geboren und gestorben in Ungarn, widmete sich zunächst medizinischen Studien, bis er 1841 an die Wiener Akademie der bildenden Künste und 1845 an die Münchner Akademie (für 10 Jahre) wechselte. Brodszky stellte erfolgreich auf verschiedenen Kunstausstellungen in Deutschland und auch Budapest aus. Kaiser Franz Joseph I. bestellte bei ihm das Gemälde „Die Margaretheninsel“ welches heute in Schloss Laxenburg hängt.
Literatur: Thieme-BeckerAllgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 5/6, Leipzig 1992, S. 43.
IM MUSEUM - Wien, um 1920
Erwin Eichinger, österreichischer Maler (1892-1950)
Signiert: "E. Eichinger in Wien"
Öl auf Holz, Ochsenaugenrahmen, 29 x 38 cm
Das Gemälde zeigt den Besuch eines älteren Herren und einer jungen Frau in einer ägyptischen Sammlung, möglicherweise der des Kunsthistorischen Museums in Wien.
DIE PREDIGT EINES APOSTELS VOR EINEM RUINENCAPRICCIO - Italien, um 1750
Giovanni Paolo Panini (Piacenza 1691 - 1765 Rom) Werkstatt
Öl auf Leinwand, 64 x 48,5 cm
Das vorliegende Ruinencapriccio zeigt Versatzstücke des Forum Romanum, unter anderem die Statue des Silen mit dem Dionysosknaben, auf der linken Bildseite ihr gegenüber ein liegender, Wasser speiender Löwe. Der predigende Apostel mit einer Gruppe gebannt lauschender Menschen wird eingefangen von antiken Ruinen. Links im Vordergrund eine Frau am Brunnen. Einige dieser markanten Figuren setzt Panini auch in anderen Bildkompositionen ein: Die Tempelruine der vier Säulen mit Kompositkapitellen und Architrav mit dem Fragment einer Inschrift findet sich auch in der Sammlung Harrach, Römische Ruine mit einem Propheten. Die Figur des predigenden Apostels ist in einer anderen Bildkomposition dieses Sujets Predigt eines Apostels mit dem Herkules Farnese (Dorotheum Wien, 1974,) widergegeben. Die Statue des Silen mit dem Dionysosknaben findet sich auch im Capriccio Ruinen mit dem Saturntempel, der Cestiuspyramide und dem Tempel des Claudius (heute S. Stefano Rotondo) wieder.
ITALIENISCHE LANDSCHAFT MIT SCHÄFERINNEN - Wien, um 1810
Franz Scheyerer (Prag 1770-1839 Wien)
Signiert "F. Scheyerer"
Öl auf Leinwand, ältere Doublierung, vergoldeter Rahmen aus der Zeit, 98 x 74 cm
In dieser stimmungsvollen arkadischen Landschaft mit Blick auf einen Tempel links auf einer Anhöhe schafft es der Künstler die Heiterkeit eines hellen Sommertages gekonnt wiederzugeben. In der rechten Bildhälfte rahmen mächtige Laubbäume einen weiten Landschaftsausblick auf einen See. Auf einer Lichtung im Vordergrund sind ein Schäfer mit seinen Schafen und zwei Spaziergängerinnen bei der Rast zu sehen.
Scheyerer schildert eine Phantasielandschaft durch gekonnte Zusammenreihung mehrerer Landschaftsausblicke, antiken Versatzstücken und bukolischen Szenen, wie es die Italien reisenden Künstler, allen voran Jakob Philipp Hackert, vorzeigten.
Der Landschaftsmaler Franz Scheyerer war Schüler der Akademie in Prag, wurde in Wien weitergebildet, wo er seit 1811 tätig war. Seine Bilder befinden sich unter anderem im Rudolfinum Prag, in der Akademie in Wien, sowie in der Sammlung Dr. Pilsack in Salzburg.
Literatur: Thieme Becker, Leipzig 1992, Bd. 29/30, S.43.
ARKADISCHE LANDSCHAFT MIT EINEM TEMPEL UND EINEM WEITEN LANDSCHAFTSAUSBLICK
Wien, 1808
Franz Scheyerer (Prag 1770-1839 Wien)
signiert und datiert: "F. Scheyerer 1808"
Öl auf Leinwand, Originalrahmen, 130x100 cm
In dieser stimmungsvollen arkadischen Landschaft verweilen Spaziergänger und Hirten mit ihren Schafen im Vordergrund. Auf der linken Seite erblickt man einen griechischen Rundtempel hinter einer Baumgruppe versteckt, rechts einen kleinen Wasserfall zwischen rauen Felsen. Am linken und rechten Bildrand rahmen mächtige Laubbäume die Szene und leiten den Blick in den Hintergrund auf einen großen See und mächtigen Felsformationen.
Diese Komposition aus einer idealisierten Landschaftsdarstellung und einer idyllischen Genreszene erinnert an die arkadischen Landschaften um 1800. Scheyerer schildert eine Phantasielandschaft durch gekonnte Zusammenreihung mehrerer Landschaftsausblicke, antiken Versatzstücken und bukolischen Szenen, wie es die Italien reisenden Künstler, allen voran Jakob Philipp Hackert, vorzeigten. Gekonnt vermittelt der Künstler durch den Wechsel von hellen und dunklen Bildpassagen eine heitere, ausgelassene sommerliche Atmosphäre.
Der Landschaftsmaler Franz Scheyerer war Schüler der Akademie in Prag, wurde in Wien weitergebildet, wo er seit 1811 tätig war. Seine Bilder befinden sich unter anderem im Rudolfinum Prag, in der Akademie in Wien, sowie in der Sammlung Dr. Pilsack in Salzburg.
Literatur: Thieme-Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, Von der Antike bis zur Gegenwart, Leipzig 1992, Bd. 29/30, S. 43.
MEDEA & AMOR PAZZO - Italien, um 1812
Michelangelo Maestri (um 1779 – um 1812, Rom) Nachfolge/Umkreis
Gouache auf Karton, verglast und gerahmt, Maße: 41 x 56 cm
„Amor Pazzo“ und „Medea“ basieren auf Fresken, die früher das Gewölbe des Salons der Villa Lante in Rom schmückten. Die Villa wurde von Giulio Romano als Architekt in der Nachfolge Raffaels (seinem Lehrer) fertig gestellt. Die Fresken im Salon (heute im Palazzo Zuccari) wurden von Vasari daher auch Giulio Romano zugeschrieben, stammen laut Hartt und anderen Kunsthistorikern aber nicht von ihm, sondern werden Polidoro da Caravaggio (um 1495 Caravaggio - 1543 Messina) zugeschrieben.
Michelangelo Maestri war Anfang des 19. Jahrhunderts in Rom tätig und kopierte häufig Motive der farbenprächtigen Wandmalereien antiker Räume in Pompeji und Herculaneum. Aber auch Bilder, nach Entwürfen von Raffael (Urbino 1483 – 1520 Rom) und dessen Schülern wie Giulio Romano (Rom 1499 – 1546 Mantua) ahmte Maestri nach. Besonders bei europäischen Italienreisenden auf ihrer „Grand Tours“ angeregt durch den „herculanischen Geist“ waren diese Motive sehr begehrt und gelangten so zahlreich in europäische Sammlungen.
Literatur:
Tancredi Carunchio: Villa Lante al Gianicolo: Storia della fabbrica e cronaca degli abitatori, Rom 2005.
Frederick Hartt: Giulio Romano, I, New Haven 1958, S. 61-62.
ZWEI HERRSCHAFTLICHE INTERIEURS - Ungarn, 1842
Janos Boros (Ungarn, 1808 - 1855)
Signiert und datiert: „J.N.Boros 1842“
Öl auf Holz, 41 x 54,5 cm
Dargestellt sind höchstwahrscheinlich zwei Interieurs der bischöflichen Residenz in Pecs (Fünfkirchen, Ungarn). Mit großer Detailfreudigkeit schildert der Künstler die Einrichtung dieser beiden Salons und zeichnet so ein Bild der Mode des ausklingenden Biedermeier, das auch in Ungarn seine breite Entfaltung fand. Der Erzbischof von Pesc war Förderer und Mäzen des Künstlers.
Ochsenaugenrahmen mit Lithografie auf Holz, Biedermeier, 33 x 37 cm (Außenmaße)
SOLD:
Männerporträt von Friedrich Wilhelm Herdt (1790 – ca. 1840)
Signiert und datiert: „Herdt 1835“
Deutschland, 1835, 23 x 18 cm
SOLD:
ANSICHT VON WIEN VON PÖTZLEINSDORF AUS GESEHEN - Wien, um 1837/38
unsigniert/undatiert,
Öl auf Leinwand, Originalrahmen, 55 x 111cm
Ansicht von Wien wohl vom Bellevue-Hügel oberhalb von Pötzleinsdorf aus gesehen. Im Vordergrund weidende Kühe mit einem Hirten. Architektonischer Blickfang im vorderen Mittelteil ist das Eingangsportal zum Schloss Pötzleinsdorf. Links im Bild der Kahlenberg mit der Kahlenberger Kirche und der Leopoldsberg mit der Leopoldkirche und der Burg. Am Fuße des Leopoldsberges direkt an der Donau liegt der Ort Nussdorf. Im Hintergrund die Eisenbahnbrücke über die Donau, mit einer rauchenden Dampflokomotive auf der Fahrt nach Floridsdorf. Die erste Dampfeisenbahn von Floridsdorf nach Deutsch-Wagram ging 1837 in Betrieb. Dies ist ein wichtiger Hinweis auf die Datierung des Bildes, das somit nicht vor 1837 entstanden ist. Rechts wird das Panorama vom Park des „Gerstlhofes“ und einzelnen Staffagebauten begrenzt.
Hinter sanften Hügeln ragt im Bildmittelgrund der Kirchturm von Oberdöbling hervor einige Häuser und der Kirchturm von Sievering führen den Blick nach rechts entlang des Donaukanals nach Heiligenstadt, in die Rossau (Alserstadt) und die Stadt Wien mit der markanten Spitze von St. Stephan und der Spinnerin am Kreuz an der südlichen Einfahrt in die Stadt. Weiter rechts im Bildmittelgrund Schloss Schönbrunn und Hietzing.
Vom erhöhten Standpunkt im Nordwesten Wiens zeichnet der Maler ein weites Panorama über die Stadt und das ganze Wiener Becken, das im Osten von den Hundsheimer Bergen, im Süden vom Wechsel begrenzt wird. Rechts im Bild führen die sanften Hügel des Wienerwaldes, wo auch die Burg Liechtenstein und als kleiner weißer Punkt der Husarentempel in Mödling zu sehen sind, den Blick bis zum schneebedeckten Schneeberg.
Nach jüngsten Expertisen wird dieses Gemälde eng mit dem Wiener Landschaftsmaler, Joseph Feid (1806 – 1870) in Verbindung gebracht, einem Schüler der Wiener Akademie, der sich mit Vorliebe der Naturstudium widmete und seine Motive in Wien und Umgebung sowie der Österreichischen Alpenlandschaft fand. Vortrefflich gezeichnete Tier- oder Figurenstaffagen beleben seine Darstellungen, die das Detail sehr sorgfältig behandeln.
Literatur: Heinrich Fuchs: Die Österreichischen Maler des 19. Jhdts., Wien 1972, Bd. 1.
MINIATURPORTRÄT DER FÜRSTIN JOSEPHA SOPHIE VON LIECHTENSTEIN, geb. Landgräfin zu Fürstenberg-Weitra (1776-1848) - Wien, nach 1830
Signiert „E. Peter e.n. Daff.“ Handschriftlich mit Bleistift bezeichnet auf der Rückseite.
Emanuel Thomas Peter (1799 – 1873) nach Moritz Michael Daffinger (1790– 1849)
Aquarell auf Elfenbein, oval 7,3 cm hoch, mit rechteckigem vergoldetem Bronzerahmen 18 x 15,5 cm
Fürstin Josepha Sophie von Liechtenstein (1776 Vienna - 1848): Tochter von Joachim Egon Landgraf von Fürstenberg-Weitra (1749–1828) und Sophia von Oettingen-Wallerstein (1751–1835), 1792 Hochzeit mit Johann I. Fürst Liechtenstein (1760-1836). Fürstin Josefa ist die Widmungsträgerin von Ludwig van Beethovens Klaviersonate op. 27 Nr. 1 "Quasi una fantasia" (1801). Eine Porträtskizze der Fürstin von Johann Baptist II. Lampi befindet sich im Liechtensteinmuseum in Wien (Inv.-Nr. GE1222).
Emanuel Thomas Peter (1799 Jägerndorf [Schlesien] – 1873 Wien): zunächst Ausbildung zum Steinmetzen und Architekten, 1818 bis 1821 Studium an der Akademie in Wien, tätig als Miniaturmaler in Schlesien und seit circa 1830 dauernd in Wien. Peter gilt als einer der bedeutensten Schüler Daffingers und über eine gewisse Zeit war er einer der Lieblingsmaler der Wiener Aristokratie.
Die Original-Miniatur von Daffinger befindet sich in der Albertina, Inv. Nr. 28103.
Literatur: Thieme-Becker Künstlerlexikon, 1992, Bd. 25/25, S. 476 und Eduard Leisching: Die Bildnis-Miniatur in Österreich von 1750 bis 1850, Wien 1907, S. 162-165.
SOLD:
MINIATURPORTRÄT VON GOTTFRIED WENZEL GRAF VON PURGSTALL
Friedrich Ludwig Vieth (von Golßenau): 1768 Dresden – 1848 Meißen, zugeschrieben
Englisch (?), um 1800
Aquarell auf Elfenbein, oval, 7,4 cm hoch, Messingrahmen, Rückseite mit gewebten Haar eingelegt, im originalen Lederetui. Bezeichnet mit Bleistift auf einem Stück Papier im Etui: „Graf Wenzel Gottfried Purgstall, gemalt von Vieth“ .
Gottfried Wenzel Graf von Purgstall: 1773 Graz – 1812 Florenz, verheiratet mit der schottischen Baronin Jane Ann Cranstown, Studium der Philosophie und Rechtswissenschaft an den Universitäten in Graz, Jena, Kiel, Königsberg und Göttingen. Kavalierstour, Staatsdienst in Wien, Gubernialrat 1807, Generalintendant, Gefangenahme während des Befreiungskampfes 1809 in Padua. Teile seiner Korrespondenz mit geistigen Koryphäen der Nation wurden u.a. von dem Diplomaten und Orientalisten Josef von Hammer veröffentlicht. Nach dem frühen Tod des Sohnes Wenzel Raphael und letzen männlichen Erben der Familie 1817 wurde Josef von Hammer als Namenserbe eingesetzt (Hammer-Purgastall). Gottfrieds Frau war in ihrer Jugend mit Walter Scott befreundet und das Vorbild für dessen „Diana Vernon“ in „Rob Roy“ (1817).
Literatur: Thieme-BeckerAllgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 33/34, Leipzig 1992, S. 342.
SOLD:
MINIATURPORTRÄT VON WENZEL RAPHAEL GRAF PURGSTALL
Signiert (u.li): „Vieth“
Wien, um 1812
Friedrich Ludwig Vieth (von Golßenau): 1768 Dresden – 1848 Meißen
Aquarell auf Elfenbein, rechteckig, 11,2 x 7,7 cm, Messingrahmen. Bezeichnet auf der Rückseite mit Bleistift auf Papier: „Wenzel Raphael Grf. Purgstall“
Friedrich Ludwig Vieth: Bildniszeichner und Miniaturmaler. Diente in der Kurfürstlichen Leibgrenadiergarde bis er 1800 das Abschiedsgesuch einreichte um sich ganz der Miniaturmalerei zu widmen. Ab 1812 bis kurz vor seinem Tod in Wien tätig. Vieth war neben Daffinger einer der beliebtesten Porträtisten des vormärzlichen Wien.
Wenzel Raphael Graf Purgstall: Sohn und letzter männlicher Nachkomme von Gottfried Wenzel Graf von Purgstall (1773 Graz – 1812 Florenz), starb 19-jährig 1817.
Literatur: Thieme-BeckerAllgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 33/34, Leipzig 1992, S. 342.
SOLD:
DOPPELPORTRÄT - Kaiser Joseph II. (1741-1790) und sein Bruder Leopold, Großherzog der Toskana (1747-1792)
Signiert und datiert: „V. Zallinger 1791“
Österreich, 1791
Öl auf Leinwand, originaler vergoldeter Rahmen, 43 x 61,5 cm
Provenienz: Gräfin Ernestine Latour
Gemalt nach Pompeo Girolamo Batonis (1708-1787) Doppelporträt welches im Kunsthistorischen Museum in Wien hängt und das bei einem inoffiziellen Besuch der beiden Brüder in Rom 1769 entstand.
Eine weitere Version des Gemäldes befindet sich in den Sammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein, Vaduz – Wien.
SOLD:
JUNGER PRINZ MIT STECKENPFERD IN EINER PARKLANDSCHAFT - Paris, 1829
von E. W. Thompson, auch E. W. Thomson genannt (1770 - 1847 Lincoln)
Signiert und datiert: „1829, rue du Faubourg St. Honore, Paris“
Aquarell auf Papier in vergoldetem Originalrahmen, 26,5 x 21,3 cm
E. W. Thompson, auch Thomson (1770-1847 Lincoln) war ein britischer Bildnis- bzw. Miniaturmaler der in Paris und London tätig war. Anfangs arbeitete er als Kupferstecher. Im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts fertigt er Aquarellminiaturen, besonders Porträts, so beispielsweise die Halbfigur einer jungen Dame (1817) und das Gegenstück dazu, das Brustbild eines Offiziers (unbezeichnet), die sich 1911 in der Sammlung von Graf Philipp Grünne in Schloss Dobersberg in Niederösterreich befanden.
Thieme Becker, Leipzig 1992, Bd. 33/34, S. 73f.
Leo R. Schidlof: La Miniature en Europe. Aux 16e, 17e, 18e et 19e siècles, Vol. II, Graz 1964, S. 835.
SOLD:
TRIONFO D´AMORE & UNION D´AMORE - Italien, um 1812
Michelangelo Maestri (um 1779 – um 1812, Rom) Nachfolge/Umkreis
Gouache auf Karton, verglast und gerahmt, jeweils 40 x 52 cm
Jeweils allegorische Darstellungen in Art der pompejanischen Wandmalereien. Geflügelte Amoretten ziehen einen goldenen Wagen der Venus und der geflügelte Amor wird in einem Triumphwagen von Fabeltieren gezogen.
Michelangelo Maestri war Anfang des 19. Jahrhunderts in Rom tätig und kopierte häufig Motive der farbenprächtigen Wandmalereien antiker Räume in Pompeji und Herculaneum. Aber auch Bilder nach Entwürfen von Raffael (Urbino 1483 – 1520 Rom) und dessen Schülern wie Giulio Romano (Rom 1499 – 1546 Mantua) ahmte Maestri nach. Besonders bei europäischen Italienreisenden auf ihrer „Grand Tours“ angeregt durch den „herkulanischen Geist“ waren diese Motive sehr begehrt und gelangten so zahlreich in europäische Sammlungen.

























